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Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

Definition. Entstehung. Behandlung.

Arteriosklerose (auch: Atherosklerose) ist die häufigste krankhafte Veränderung der Arterien. Die Erkrankung wird im Volksmund „Arterienverkalkung“ genannt. Diese Bezeichnung deutet bereits auf den zugrunde liegenden Vorgang im Blutgefäß hin: die Enstehung der so genannten “Plaque”. Unentdeckt können Durchblutungsstörungen und Bluthochdruck die Folge sein.

Entstehung der Arteriosklerose

Die Plaque ist eine Ansammlung von Fettzellen und Bindegewebe in der Blutgefäß-Innenwand. Diese “Zellhaufen” können den Blutfluss deutlich beeinträchtigen. Im fortgeschrittenen Stadium der Arteriosklerose können Blutgerinnsel entstehen, die zum Verschluss der Arterien führen können. Sind Arterien blockiert, werden die Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Die dramatischen Folgen sind Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Um die Arteriosklerose zu verstehen, ist ein Einblick in den Stoffwechsel und die Blutbahn des Menschen unerlässlich: Die Arterien sind Blutgefäße, die das Blut vom Herzen weg in den Kreislauf pumpen. Allerdings sind Arterien nicht als starre Röhren zu verstehen. Arterien sind eher pulsierende Schläuche. Sie befördern das Blut mit Hilfe der Muskeln aktiv durch den Körper. Die Elastizität der herznahen Arterien ist Vorraussetzung für einen gleichmäßigen Blutfluss.


“Pulsierende Schläuche” – L-Arginin hält die Blutgefäße elastisch und kann den Blutdruck senken (Bluthochdruck)

Risikofaktoren für Arteriosklerose – Bluthochdruck vemeiden, Blutdruck senken

Es gibt mehrere Risikofaktoren, die die Entstehung von Arteriosklerose in den Gefäßen begünstigen. Zum Beispiel Bluthochdruck. Daher: Blutdruck senken, um das Arterioskleroserisiko zu minimieren!

1. Risikofaktor Bluthochdruck

Ein chronisch erhöhter Blutdruck (Bluthochdruck) führt, aufgrund der in den Gefäßen herrschenden Druckverhältnisse, zu Verschleißerscheinungen und Kleinstverletzungen der Gefäß-Innenwände. Die Basis zur Entstehung von Plaque und Arteriosklerose ist damit geschaffen. Bluthochdruck stellt eine Belastung für das gesamte Herz-Kreislauf-System und einen der Hauptrisikofaktoren in der Entstehung von koronaren Herzerkrankungen (KHK) dar.


Arteriosklerose und Bluthochdruck: Plaque verschließt die Blutgefäße

 

2. Risikofaktor Bewegungsmangel
Wie das Blutdruck senken ist auch Bewegung wichtig für die Gesundheit. Sport wirkt sich positiv auf das gesamte Herz-Kreislauf-System und somit auch die Durchblutung (Vermeidung von Bluthochdruck) aus. Sitzende Tätigkeiten und einseitige Belastungen fordern den Körper nicht ausreichend, er benötigt dafür einen Ausgleich. Moderater Sport wie Walken, Schwimmen oder Radfahren bildet eine hervorragende Grundlage für einen ausgeglichenen, aktiven und gesunden Lebensstil und kann hohen Blutdruck senken. Überfordern Sie sich jedoch dabei nicht. Die Regelmäßigkeit ist wichtig. Nur so können Kreislauf und Fettstoffwechsel nachhaltig angeregt werden. Und ganz nebenbei tun Sie noch etwas für Ihre Kondition und Ausstrahlung. Diese wirken sich wiederum positiv auf alle Lebensbereiche aus. Regelmäßige Bewegung ist auch bei Bluthochdruck eine Maßnahme mit der Sie einen hohen Blutdruck senken können.

3. Risikofaktor Rauchen
Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Tabakrauch enthält über 4.000 verschiedene Substanzen, von denen viele als krebserzeugend gelten. Zahlreiche Erkrankungen sind mit Tabakrauchen assoziiert. Auch Bluthochdruck. Schon mit dem Einatmen eines Zuges wird der Körper regelrecht mit Zellgiften und freien Radikalen überflutet. Dies fördert beispielsweise die Oxidation von LDL-Cholesterin, Als eine Folge werden arteriosklerotische Veränderungen in den Blutgefäßen begünstigt. Und “kalte Hände” und “Raucherbein” kommen nicht von ungefähr, denn Rauchen verringert die Durchblutung und fördert somit Bluthochdruck. Das Aufhören mit dem Rauchen kann den Blutdruck senken.

4. Risikofaktor erhöhtes LDL-Cholesterin
Auch erhöhte Blutfettwerte sind an der Entstehung von Arteriosklerose beteiligt. Für diese spielt das so genannte “Low-Density-Lipoprotein”-Cholesterin, kurz: LDL-Cholesterin, eine Schlüsselrolle. Es wird auch als das “schlechte” Cholesterin bezeichnet. In oxidierter Form ist es maßgeblich an der Entstehung von Plaque in geschädigten Gefäßen beteiligt, indem es sich an die kaputten Stellen anlagert. Freie Radikale sind dabei der Grund für die Oxidation des LDL-Cholesterins. Diese schädlichen Stoffe werden normalerweise durch Antioxidantien abgebaut und somit unschädlich gemacht. Radikalfänger sind beispielsweise Vitamin C und E oder das Coenzym Q10. Neben dem Blutdruck senken ist das reduzieren des LDL-Cholesterinspiegels eine wirksame Maßnahme zur Vermeidung von Arteriosklerose.

5. Risikofaktor Diabetes mellitus
Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch eine dauerhafte Erhöhung des Blutzuckerspiegels charakterisiert ist. Das Problem bei Diabetes stellen Folgeschäden durch Erkrankungen an Blutgefäßen, Herz, Füßen und Augen dar. Der dauerhaft erhöhte Blutglukosespiegel verursacht Schäden an den kleinen und großen Blutgefäßen (Mikroangiopathie und Makroangiopathie). Auch das Herz-Kreislauf-System wird stark in Mitleidenschaft gezogen. Arteriosklerose, Schlaganfall oder Herzinfarkt können die Folge sein. 75 Prozent aller Todesfälle bei Diabetikern sind auf Erkrankungen in diesen Bereichen zurückzuführen. Diabetiker mit Bluthochdruck haben gegenüber Nicht-Diabetikern mit Bluthochdruck ein  erhöhtes Erkrankungs- und Todesrisiko.

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