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Neben der Optimierung des Erntegutes ist bei der Herstellung von Arznei-Extrakten auf ein besonders schonendes Verfahren zu achten. Der Vergleich der Herstellung von Frischpflanzenpräparaten mit der Extraktion von getrockneter Droge wird in der nachstehenden Abbildung deutlich.

Herstellungsvergleich zwischen Phytopharmaka aus Frischpflanzen-Artischocke und aus getrockneter Artischocke
Die Unterschiede beginnen schon bei den speziellen Ernte-Bedingungen. Der Blattschnitt für die Frischverarbeitung erfolgt während der späten Abendstunden, um einerseits hohe Temperaturen zu vermeiden und andererseits einen optimalen Wirkstoff-Gehalt zu ermöglichen, der wegen eines tageszeitenabhängigen Rhythmus um diese Zeit am höchsten ist. Umgehend nach der Ernte wird die Frischware mit Wasser extrahiert und kann zügig weiter verarbeitet werden.
"Auf die Frische kommt es an"
Da im Herstellablauf von Frischpflanzenpräparaten die Pflanzen unmittelbar nach der Ernte mit Wasser extrahiert werden, gelangen die artischockentypischen Inhaltsstoffe direkt in den Extrakt und werden nicht wie bei den sonst üblichen Trocknungsvorgängen verändert. Bei Frischverarbeitung werden ohne Verluste die wirksamen Inhaltsstoffe unverändert aus der Flüssigphase der Pflanze gelöst. Diese Harmonie der Gesamtheit der Inhaltsstoffe wird häufig auch als Wirkstoffring bezeichnet. Auszüge aus Frischpflanzen-Artischocke enthalten daher ca. 50% höhere Ccs- und Cynarin-Gehalte als Extrakte aus getrocknetem Blatt-Material.




Informationen zur Artischocke
Bitter ist gesund
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